FAQ - Technische Details

Besonderheiten der TAP-Programme

Stichwort Echtzeit-Priorität

Bei den TAP-Programmen handelt es sich um Software zur Messung von Reaktionszeiten im Bereich von Millisekunden.
Um unter einem Multitask-Betriebssystem wie Windows - welches dafür ausgelegt ist, mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit abzuarbeiten - die Messgenauigkeit zu gewährleisten, arbeiten die einzelnen Programme der Untertests mit sog. "Echtzeit-Priorität".
Dies bedeutet, das ein Untertest nach dem Start absoluten Vorrang vor allen anderen laufenden Prozessen genießt.
Diese "Echtzeit-Priorität" ist aber potentiell leider nicht völlig unproblematisch - sie stellt z.B. höhere Anforderungen an die Treiber für Grafik- und Soundhardware und kann bei Problemen des laufenden Untertests zur Instabilität des Betriebssystems führen.
Diese Risiken wurden aber zur Sicherstellung der Messgenauigkeit ganz bewusst in Kauf genommen.
Außerdem zeigt die Erfahrung (sowohl bei Tests unsererseits als auch beim Einsatz "im Feld"), dass Probleme mit den TAP-Programmen, die auf die "Echtzeit-Priorität" zurück zu führen sind,  nur sehr vereinzelt auftreten.
Allerdings sei insbesondere bei Nutzung des Betriebssystems Windows 2000 (aber natürlich generell auch bei XP, Vista, 7) an dieser Stelle auf die Sicherstellung eines aktuellen Updatestands hingewiesen, da besonders ältere Soundtreiber und eine nicht aktuelle DirectX-Version (letzte momentan verfügbare für Windows 2000 und XP ist Version 9.0c) überdurchschnittlich häufig Probleme bereiten.

 

Stichwort Kopierschutz ("Dongle")

Die TAP-Programme verwenden als Kopierschutz die sog. Hardlock (bei älteren Versionen)- bzw. HASP-Verschlüsselung (bei aktuellen Versionen) der Firma Safenet/Aladdin.
Diese Verschlüsselung erfordert einen USB-Kopierschutzstecker (bei der älteren Hardlockverschlüsselung insbesondere der DOS-TAP eine Parallelport-Variante), der zum Betrieb der Programme notwendig ist, d.h. mit dem Rechner verbunden sein muss.
Dieser sog. "Dongle" befindet sich im Lieferumfang des jeweiligen TAP-Programms und der notwendige Treiber wird während der Installation standardmäßig automatisch mit installiert.
Standardmäßig ist die Verschlüsselung nicht netzwerkfähig, d.h. der USB-Dongle muss lokal mit dem Rechner verbunden sein. Technisch möglich sind auch netzwerkfähige Ausführungen, bei der die TAP-Programme zwar weiterhin lokal installiert werden müssen, der entsprechende USB-Dongle aber auch mit einem Server im Netzwerk verbunden sein kann, so dass beispielsweise mehrere TAP-Lizenzen zentral über solch einen Dongle bedient werden könnten. Bei Bedarf nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf.
Die Nutzung der Programme (sowohl des Hauptprogramms als auch der Untertests) ist dabei weder zeitlich noch auf eine bestimmte Anzahl von Programmstarts beschränkt.

 

Systemvoraussetzungen

Jeder Desktop-PC oder Laptop, der unter einem Microsoft-Betriebssystem der NT-Reihe ab Windows 2000 (also auch Windows XP, Windows Vista und Windows 7) betrieben wird, ist für die TAP-Programme geeignet.
Auch die weiteren Voraussetzungen wie

  • CD-ROM Laufwerk
  • Soundausgabe
  • USB-Schnittstelle
  • DirectDraw-fähige Grafikkarte

sind bei den heutigen Standardausstattungen in aller Regel gegeben.

Hinweis: Bei älteren Rechnern mit Prozessoren unter 1Ghz und/oder einer für das jeweilige Betriebssystem relativ geringen RAM-Ausstattung kann es aufgrund der Kopierschutz-Verschlüsselung zu längeren Startzeiten der Programme (30 sek und mehr) kommen.

 

Stichwort Parallelport

Bei den aktuellen Versionen der TAP-Programme (TAP 2.3, KiTAP 1.5, TAP-M 1.3) ist kein Parallelport mehr erforderlich.
Das Folgende ist also nur für ältere Versionen relevant.

Problematischer ist die Notwendigkeit einer parallelen Schnittstelle (aus messtechnischen Gründen) zum Anschluss der Reaktionstasten.
Parallel-Ports gelten heute im Consumer-Bereich als "veraltet" - USB bietet für die meisten Anwendungsfälle Alternativen - und werden kaum noch standardmäßig in die Geräte verbaut (bei Laptops schon seit geraumer Zeit, mittlerweile auch bei Desktop-PCs).

Allerdings lassen sich beide Gerätetypen in den meisten Fällen nachrüsten.

Probleme bei der Nachrüstung können zum einen bei Desktops-PCs mit sehr kompakter Bauform (slimline, barebone, etc.), zum anderen bei Laptops ohne Erweiterungskarten-Steckplatz (PCMCIA oder Express) bestehen, was bei Laptops insbesondere bei preisgünstigeren Geräten, die vornehmlich für den Heimbereich vorgesehen sind, der Fall ist.
Bei Neuerwerb eines Gerätes sollte daher vorab auf diese entsprechenden Erweiterungsmöglichkeiten geachtet werden.

Vorweg: Sog. USB-Parallel-Adapter sind nicht geeignet - die TAP-Programme benötigen einen "echten" Parallelport mit einer ansprechbaren Hardware-Adresse.

Geeignet sind hingegen:

  • PCI- bzw. PCIExpress-Karten (für Desktop-PCs)
  • PCMCIA-/PC- bzw. Express-Parallelport-Karten (für Laptops)

Welche der jeweiligen Möglichkeiten bei ihrem Gerät zutrifft kann zum einen im Handbuch, aber auch online auf den Seiten des entsprechenden Herstellers eingesehen werden.

Einige Modellbeipiele für geeignete Produkte (externe Links):

Natürlich sind auch Karten anderer Hersteller geeignet; es ist nur immer darauf zu achten, dass die entsprechende Karte auch einen "echten" Parallelport nachrüstet - teilweise sind für Laptops PCMCIA- oder Express-Karten am Markt, die intern wiederum nur eine USB-Lösung verwenden.
In der folgenden Tabelle finden Sie daher eine kurze (naturgemäß keine endgültige oder gar vollständige) Übersicht über z.Z. bekanntermaßen geeignete und ungeeignete Produkte für Laptops:

Express Cards PCMCIA Cards
Geeignet Nicht geeignet Geeignet Nicht geeignet
EX-1376 - ExpressCard mit 1P Parallel SPP/EPP/ECP Ports M-CAB Express Card, 1x parallel Port, 34mm EX-1356 - PCMCIA mit 1P Parallel SPP/EPP/ECP Port
Delock Express Card zu 1x Parallel Nr. 662201 Delock Express Card zu 1x Parallel Nr. 66215 LINDY 1*Parallel CardBus Adapter
LINDY 1*Parallel ExpressCard/34 LogiLink Express Card Schnittstellenkarte Parallel 1x Delock PCMCIA-Adapter CardBus zu 1x Parallel Nr. 616121
MANHATTAN Parallel ExpressCard/34, Model 158022 Delock PCMCIA Adapter, CardBus zu 1 x parallel Nr. 616241
Digitus Parallel Port ExpressCard, DS-31206 M-CAB PCMCIA CardBus - 1x parallel Port1
Cardbus Schnittstellenkarte Parallel 1x LogiLink1
Digitus Parallele Schnittstellenkarte, DS-32020

Geeignet, nach eigenen Tests

Geeignet, nach Auskunft des Hersteller-Supports

1Bitte beachten: Für die auf der Seite des Herstellers bereitgestellten Treiber ist Windows 7 als Betriebssystem nicht ausdrücklich gelistet. Nach unseren Tests hier sind die Treiber allerdings trotzdem für Windows 7 geeignet.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Listung eines Produkts als "nicht geeignet" keinesfalls eine qualitativ abwertende Beurteilung unsererseits darstellt.

Leider erweisen sich manche Datenblätter/Produktbeschreibungen als ungenau oder fehlerhaft. Sollten Sie sich bei einem Produkt unsicher hinsichtlich der Eignung sein, nehmen Sie bitte zur Vermeidung von Fehlkäufen Kontakt mit uns auf.

Sollte es Probleme bei der Beschaffung der erwähnten Zusatzhardware geben, können Sie geeignete Produkte auch von uns beziehen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf.

 

Stichwort Monitor

Da die Datenerhebung für die Normierung seinerzeit unter Verwendung eines 15'' Röhrenmonitors durchgeführt wurde, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob die Messergebnisse, die bei Verwendung eines Flachbildschirms ermitteln werden, noch direkt vergleichbar sind, da sog. TFTs im allgemeinen eine langsamere Reaktionszeit bezüglich des Bildaufbaus zeigen.
War es zu Beginn der "TFT-Ära" in der Tat noch ein Problem (Verzögerungen von 30-40ms und darüber beim Bildaufbau), so hat die rasche technische Entwicklung mittlerweile zu Reaktionszeiten geführt, die die Anwendung der TAP-Programme auch bei Verwendung eines Flachbildschirms problemlos ermöglichen.
Wir empfehlen eine Reaktionszeit <8ms. Genaue Angaben lassen sich in der Regel dem Datenblatt des Produkts entnehmen.
Weiterhin ist bei den Messungen mit der TAP ein möglichst wenig spiegelndes Display von Vorteil.
Rund um die Fragen zu Monitorkauf, Reaktionszeiten, Monitortests, Schaltzeitangaben etc. ist die Internetpräsenz von PRAD eine gute Anlaufstelle.


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